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Lipom absaugen

 

Dass man Lipome chirurgisch mit dem klassischen Skalpell entfernen lassen kann ist den meisten Patienten bekannt. Jedoch tritt oft die Frage auf, ob man das Lipom absaugen könne.

 

Kann man ein Lipom absaugen?

 

Prinzipiell gibt es diese Möglichkeit. Insbesondere bei sehr großen Lipomen besteht oft der Drang zu einem etwas ’schonenderen‘ Operationsverfahren als dem klassischen Eingriff.

Da gerade die großen Fettgeschwülste meist sehr weich sind, ist hier eine Absaugung möglich. Von der operativen Seite her gibt es keinerlei Probleme. Es wird vorgegangen wie bei einer klassischen Fettabsaugung. Zunächst wird die sog. Tumeszenzflüssigkeit infiltriert, die ca. 15-30 Minuten einwirken sollte, bis dann die Liposuktion beginnen kann. Diese erfolgt mit einer abgerundeten Kanüle. Die kleinen Schlitze an deren Ende verletzten das Fettgewebe und durch den Sog werden diese Zellen dann in den Absaugbehälter gesaugt. Durch die Erfahrung des Operateurs können in der Regel Dellenbildungen verhindert werden. Ein Hautüberschuss entsteht bei großen Lipomen möglicherweise. Nach dem Eingriff ist das Tragen von Kompression sehr wichtige, um das Risiko für Blut- oder Wundwasserergüsse zu minimieren.

Eine weitere Problematig ist die der Kosten für den Eingriff. Die Liposuktion für ein Lipom wird in der Regel von der Krankenkasse nicht übernommen, wegen der im nächsten Absatz beschribenen Dinge.

 

Wann ist die Operation durch Fettabsaugung bedenklich?

 

Medizinisch ist das Lipom absaugen jedoch recht bedenklich. Die Gründe dafür sind naheliegend:

Das zerfetzte Gewebe kann nur unzureichend vom Pathologen untersucht werden, da es sich um Zertrümmerte Fettzellen handelt. Meist wird das Fett gar nicht eingeschickt.

Weiterhin können zum Teil nicht alle Lipomzellen entfernt werden und zum andren Teil werden auch gesunde Zellen verletzt. Daher ist das Risiko für ein Wiederauftreten für die Fettgeschwulst sehr hoch, wenngleich diese langsam wächst. Beim Lipom absaugen ist es unmöglich die Kapsel der Geschwulst zu präparieren und somit das gesunde vom erkrankten Gewebe zu trennen.