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Lipom am Hals

Was muss beim Lipom am Hals beachtet werden?

Bei der Untersuchung einer Geschwulst am Hals sollte die Lokalisation genauer bestimmt werden. Hier gibt es wichtige Strukturen, die nicht verletzt werden sollten. Auch ändert sich das Ausmaß der Operation, wenn das Lipom in die tieferen Schichten eingewachsen ist. Hier sind ein Ultraschall und ein MRT hilfreich, um die Ausdehnung des Lipoms zu bestimmen.

Eine weitere Frage ist die der Differenzialdiagnose. Verschiedene  Geschwülste können wie ein Lipom aussehen. Dazu gehören Lymphknoten oder auch Veränderungen der Schilddrüse. Auch aus diesem Grund machen bildgebende Verfahren vor einer Operation Sinn. Schwellungen und Knoten in Nähe des Kehlkopfes sind meisten Schilddrüsenknoten

Am Hals können die Geschwülste früher zu Symptomen führen als am Bauch oder Rücken, weil hier durch Druck auf Nerven, Muskeln und andere Strukturen Schmerzen, Spannungsgefühle und Gefühlsmißempfindungen der Haut entstehen können. Dieses sind häufige medizinische Gründe wegen derer der Arzt aufgesucht wird.

Je nach Größe und Lokalisation kann es eine Herausforderung sein ein Lipom am Hals zu operieren. Die Fettgeschwulst muss vollständig entfernt werden, damit es nicht wiederauftritt. Dabei müssen aber alle wichtigen Strukturen geschont werden. Ein fundiertes anatomisches Wissen ist hier für den Operateur sehr wichtig. Auch ist es wichtig hier besonders Blutarm zu operieren, sorgfältig Blutstillung zu betreiben und ggf. Drainagen einzulegen. Denn während man am Bauch, Arm oder an den Beinen einen strammen Druckverband anlegen kann, ist dieses am Hals nicht möglich.

Auch wenn es durch eine Operation in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen kann, sollte man sich dessen Bewusst sein, dass diese Geschwülste langsam aber stetig wachsen und dass man nicht mit 100%-iger Sicherheit sagen kann, ob es sich um einen harmlosen Tumor handelt.